Arbeitsrecht für Existenzgründer

Wer selbstständig ist, muss viele Dinge gleichzeitig beachten, um der Gefahr entgegenzuwirken, sich strafbar zu machen. Wer beispielsweise Stellenausschreibungen verfasst, muss darauf achten, diese geschlechtsneutral zu formulieren, ansonsten muss mit einer Schadensersatzpflicht gerechnet werden. Hierbei langt schon die Formulierung “Suchen freundliche Studentin als Aushilfskraft”.

Auch beim Bewerbungsgespräch gibt es viele Fallen, in die man tappen kann, so sind zum Beispiel Fragen, die nicht in Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Stelle stehen, unzulässig. Auf zulässige Fragen muss der Bewerber wahrheitsgemäß antworten, auf unzulässige Fragen nicht. Im Klartext heißt dies, dass der Bewerber, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen, lügen darf, sofern die Fragen unzulässig sind.

Auch bei der Einladung zu einem Bewerbungsgespräch muss der Unternehmer vorsichtig sein. Hat der Aspirant eine längere Hinreise in Kauf zu nehmen, hat er Anspruch auf den Ersatz der Vorstellungskosten. Diese beinhalten die Kosten für die Hin- und Rückfahrt für ein 2. Klasse Bahnticket sowie Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Wer diese Kosten nicht bereit ist zu tragen, kann im Vorfeld bei der Einladung zum Ausdruck bringen, dass die Vorstellungskosten nicht vom Arbeitgeber übernommen werden.

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