Migranten wagen häufiger den Schritt in die Selbstständigkeit

Laut einer aktuellen Studie ist jeder vierte Unternehmensgründer Einwanderer. Von allen Migranten haben in den letzten drei Jahren 7 Prozent ein eigenes Unternehmen gegründet, von den deutschen waren das gerade einmal 4 Prozent. Darüberhinaus seien die gegründeten Unternehmen von Menschen mit Migrationshintergrund in der Regel größer als die von deutschen Unternehmern. Hauptmotiv der Migranten zur Unternehmensgründung sei vor allem die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Fast doppelt so viele Migranten wie Deutsche sind arbeitslos. Betrachtet man diese Zahlen, wird schnell klar: Kann man zwischen den zwei Alternativen, Arbeitslosigkeit oder Selbstständigkeit, wählen, so fällt die Entscheidung oftmals zugunsten der Selbstständigkeit. Aber auch die deutlich dichtere soziale Netzstrutur der Migranten spielt eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang. Viele Migranten haben Bekannte, die selbst schon einmal ein Unternehmen gegründet haben und somit als Vorbilder fungieren und Unterstützung versprechen. Aber auch auf Seiten der Deutschen gibt es eine Gründungshürder, die bekanntermaßen für die geringe Gründungsbereitschaft verantwortlich sein könnte: Viele Deutsche haben eine sehr geringe Risikobereitschaft.

Dienstag, April 19th, 2011 Allgemein, Existenzgründung

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